TUM Entdeckerinnen:
MINT-Impulse an der Schule

Die TUM unterwegs mit Experimentierkisten in Oberbayern: In eintägigen Projekten tüfteln Schülerinnen der 5.-10. Jahrgangsstufen zu aktuellen Themen aus den Fachgebieten Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT).

Zielgruppe: Schülerinnen der Jahrgangsstufen 5-10
Ort: an der Schule
Zeit: individuell auf Anfrage
Anmeldung: ja, erforderlich

Was sind die MINT-Impulse?

Das Projekt MINT-Impulse an der Schule greift aktuelle und spannende MINT-Themen und Konzepte von außerschulischen Lernorten der TUM auf. Referentinnen der TUM bringen diese als MINT-Impulse in eintägigen Workshops an Schulen in Oberbayern. Die MINT-Impulse richten sich an Mädchen der Unterstufe bis zur Sekundarstufe 1.

Das Projekt geht hervor aus den Schulprojekten der „agentur Mädchen machen Technik“. Themen und Logistik werden derzeit neu aufgebaut. Erste neue Kurse sind geplant ab dem Wintersemester 2020, regelmäßige Schulbesuche sollen ab dem Sommersemester 2021 stattfinden. Alle Angaben unter Vorbehalt, je nach aktueller Corona-Lage.

Themen:

Die Themen der MINT-Impulse Schulprojekte werden derzeit neu zusammengestellt. Sie orientieren sich an bestehenden Angeboten außerschulischer Lernorte der TUM. Ab dem Wintersemester 2020/21 sind weitere Informationen hier abrufbar.

Sie arbeiten an der TUM und haben Interesse, Ihre Themen zur Nachwuchsförderung in die Schulen zu tragen? Wir freuen uns über Ihre Vorschläge: exploretum[at]tum.de

Referentinnen:

Die Referentinnen der MINT-Impulse sind Mitarbeiterinnen, Studentinnen oder Alumnae der TUM. Sie bringen ein großes Fachwissen mit und haben Freude daran, es an die Mädchen weiterzugeben. Stets 2 Referentinnen betreuen eine Gruppe von circa 20 Mädchen.

Für das Schuljahr 2020/21 suchen wir noch Referentinnen. Sie können sich vorstellen, junge Mädchen für MINT-Projekte zu begeistern? Sprechen Sie uns an: exploretum[at]tum.de

Experimentierkisten:

Kurse an außerschulischen Lernorten der TUM werden so zusammengestellt, dass sie in Experimentierkisten an die Schulen gebracht werden können. In den Kisten ist alles enthalten, was die Schülerinnen an diesem Vormittag benötigen.

Schulen:

Viele außerschulische MINT-Angebote befinden sich in Ballungsräumen, insbesondere im Raum München. Das bedeutet, dass viele Mädchen, die auf dem Land zur Schule gehen, nur schwer an diesen Angeboten teilnehmen können.

Die MINT Impulse richten sich daher insbesondere an:

  • oberbayerische Gymnasien mit erschwertem Zugang zu MINT-Angeboten (zum Beispiel große räumliche Entfernung)
  • Referenzschulen (Kooperationsschulen der TUM), insbesondere in der Erprobungsphase.

Welche Ziele haben die MINT-Impulse

Die MINT-Impulse Schulprojekte ermöglichen es Schülerinnen eines ganzen Jahrgangs, in kleinen Gruppen ohne Leistungsdruck zu tüfteln, zu experimentieren und sich einmal ganz praktisch über einen Vormittag lang mit einem aktuellen Thema aus dem MINT-Bereich zu beschäftigen.

Die Ziele sind:

Einfacher Einstieg MINT:

Eltern müssen oft gewisse Hürden überwinden, um den Schülerinnen die Teilnahme an außerschulischen MINT Angeboten zu ermöglichen, wie zum Beispiel die Suche nach Angeboten, die Logistik der Anfahrt oder die Entrichtung von Gebühren. Dadurch werden Schülerinnen, deren Familien es schwer fällt, diese Hürden zu überwinden, möglicherweise benachteiligt.

Die MINT-Impulse Projekte richten sich daher an alle Mädchen der gesamten Jahrgangsstufe. Die Teilnahme ist kostenlos.

Interesse wecken:

Eigenes Ausprobieren und Tüfteln ist besonders geeignet, Interesse und Begeisterung für ein Thema zu wecken. Ist das Interessse einmal da, können es die Mädchen in Anschlussangeboten, zum Beispiel MINT Entdeckerinnen: MINT Erlebnis an der Uni weiterverfolgen.

Fähigkeiten entdecken:

Die MINT-Impulse wollen Schülerinnen dabei unterstützen, einen neuen Blick auf die eigenen Fähigkeiten in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu entdecken, zu erproben und weiter zu entwickeln. So kann ihr Selbstvertrauen in eben diese Fähigkeiten gestärkt werden.

Stereotype aufbrechen:

Während der MINT-Impulse Schulprojekte haben Schülerinnen auf zweierlei Art die Möglichkeit, Stereotype aufzubrechen:

  • Die Schülerinnen lernen in ihren Projektleiterinnen junge Frauen kennen, die Studiengänge und Berufe aus Fachgebieten gewählt haben, die oft männlich attribuiert sind.
     
  • Die Mädchen können sich ohne Leistungsdruck in Bereichen ausprobieren, mit denen sie selbst, zum Beispiel aufgrund herkömmlicher Sozialisation oder überkritischer Selbstbeurteilung, vielleicht nicht in Berührung gekommen wären.

Wie läuft ein MINT-Impulse Projekttag ab?

Schon lange ist aus der Forschung bekannt, dass es für eintägige außerschulische Angebote einer Einbettung in den Unterricht bzw. einer Vor- und Nachbereitung des Besuchs bedarf, um eine nachhaltigere Wirkung für die Teilnehmer*innen zu haben.

MINT Impulse Schulbesuche gliedern sich daher in 3 Abschnitte:
Vorbereitung online, Durchführung an der Schule und Nachbereitung online.

Das genaue Prozedere ist noch in der Entwicklung.

Vorbereitung online:

Per Online-Kurs mit den jeweiligen Referentinnen.

Durchführung an der Schule:

Dauer: 6 Stunden (inklusive Pausen)
Teilnehmerinnen:

Ein ganzer Jahrgang aus der Unterstufe oder Sekundarstufe I

In Zeiten von Corona kann dieses Konzept je nach Lage an die Hygieneregeln der Schule angepasst werden.

Gruppengröße: 2 Referentinnen betreuen ca.12 Schülerinnen in einer Gruppe.
Orte: Alle Projekte können in gewöhnlichen Klassenzimmern bzw. auf dem Schulgelände stattfinden.
Betreuung der Jungs: Am MINT-Impulse Projekttag obliegt die Betreuung der Jungen der Schule, zum Beispiel in Form von Projekttag oder -fahrt.

 

Nachbereitung online:

Per Online-Kurs mit den jeweiligen Referentinnen.

Unsere Werte oder: das ist uns wichtig:

Authentische Rollenvorbilder:

Die Schülerinnen lernen in ihren Projektleiterinnen junge Frauen kennen, die Studiengänge und Berufe aus oft männlich attribuierten Fachgebieten gewählt haben. Sie können so ihre Vorstellung über diese Berufe anpassen.

Selbständig denken:

Die Mädchen können während der MINT Impulse ohne Leistungsdruck ihre Gedanken äußern, gemeinsam Lösungen entwickeln und selbständig ihr Projekt voranbringen.

Ausprobieren und tüfteln:

Jede Schülerin bekommt die Gelegenheit, selbst Hand anzulegen, auszuprobieren, zu tüfteln, Irrwege zu gehen, zu verbessern.

Etwas Eigenes machen:

Innerhalb des Projektthemas haben die Mädchen genügend Freiraum, etwas Eigenes zu gestalten.

...und Corona?

Wie und wann Schulbesuche wieder möglich sind, ist von der aktuellen Gesundheitslage in Bayern abhängig.

Alle Schulbesuche richten sich nach den aktuellen Hygienekonzepten der TUM und der jeweiligen Schulen. Sie müssen je nach Lage individuell abgesprochen und gegebenenfalls auch angepasst werden.

Wie kann ich als Schule teilnehmen?

Sie sind als Schule räumlich weit entfernt von MINT Angeboten oder Referenzschule der TUM? Sie haben Interesse, die MINT Impulse an Ihrer Schule zu Gast zu haben? Bitte wenden Sie sich direkt an uns:

Projektleitung MINT-Impulse
Dr. Susanne Bley

Tel. +49 89 289 22693   (Mo, Mi & Do)

exploretum[at]tum.de

Bilder: Bley/ExploreTUM